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Top 10 Fragen

1. Was genau bedeuten die bei einigen Produkten und Rezepten genannten Eigenschaften?

Bitte beachten Sie das Folgende:
In den Rezepten werden viele Produkte verwendet, die nicht aus dem Sortiment von ReformKontor stammen. Je nach Marke und Anbieter kann die Zusammensetzung dieser Produkte variieren. Bei der Ermittlung der Eigenschaften für die Rezepte, z.B. ob sie "glutenfrei" oder "nussfrei" sind, sind wir von den uns bekannten, handelsüblichen Produkten ausgegangen. Bitte prüfen Sie stets beim Einkauf der Zutaten, ob diese tatsächlich den von Ihnen gewünschten Eigenschaften entsprechen, also ob der Kakao z.B. tatsächlich "glutenfrei" oder "milchzuckerfrei" ist. Die Zutatenliste und ergänzende Deklarationen in der Nähe der Zutatenliste geben Ihnen Auskunft darüber.

  • Ballaststoffreich: 100 g des Produktes bzw. eine Portion des Rezeptes enthalten mehr als 3 g Ballaststoffe. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt für Erwachsene einen Verzehr von 30 g Ballaststoffen pro Tag.
  • Cholesterinarm: 100 g des Produktes bzw. eine Portion des Rezeptes enthalten weniger als 30 mg Cholesterin. 30 mg Cholesterin entsprechen 10% der erlaubten Cholesterin-Tagesmenge bei einer typisch cholesterinarmen Diät. Als Nudeln verwenden wir in den Rezepten grundsätzlich Nudeln ohne Ei, außer dort, wo entsprechend anders angegeben ist.
  • Unter 150 kcal: 100 g des Produktes bzw. eine Portion des Rezeptes enthalten weniger als 150 kcal.
  • Unter 250 kcal: 100 g des Produktes bzw. eine Portion des Rezeptes enthalten weniger als 250 kcal.
  • Kuhmilcheiweißfrei: Das Produkt bzw. das Rezept enthält kein Kuhmilcheiweiß. Es kann Milch von anderen Tieren (Ziege, Schaf) enthalten.
  • Hühnereieiweißfrei: Das Produkt bzw. das Rezept enthält kein Hühnereieiweiß.
  • Milchzuckerfrei: Das Produkt bzw. das Rezept enthält keinen natürlichen und keinen zugesetzten Milchzucker (Lactose).
  • Hefefrei: Dem Produkt bzw. dem Rezept wird keine Hefe zugesetzt. Instant-Gemüsebrühe und Kräutersalz enthalten in den meisten Fällen Hefe. Daher haben wir die Rezepte, in denen diese Zutaten eingesetzt werden, als hefehaltig bewertet. Falls Sie diese Rezepte hefefrei zubereiten möchten, verwenden Sie eine hefefreie Instant-Gemüsebrühe (z.B. Frugola Brühpaste ohne Hefe, erhältlich im Reformhaus®) bzw. ein hefefreies Kräutersalz (z.B. Brecht Kräuter-Meersalz + plus aus dem Reformhaus®) oder verwenden Sie selbstgekochte Gemüsebrühe bzw. Meersalz und Kräuter.
  • Glutenfrei: Das Produkt bzw. das Rezept enthält kein Gluten. Bitte achten Sie beim Einkauf aller Rezeptzutaten, die nicht aus unserem Sortiment stammen, darauf, dass diese tatsächlich glutenfrei sind. Glutenhaltige Rezepte lassen sich zum Teil auf einfache Weise glutenfrei zubereiten, wenn Sie für die Zubereitung glutenfreie Nudel- oder Brotsorten auswählen.

 

2. Wie lagere ich Trockenfrüchte, Nüsse, Getreide usw. zu Hause am besten?

Da unsere Produkte allesamt keine Konservierungsstoffe beinhalten, sollten Sie die Packungen bei Zimmertemperatur oder - falls vorhanden - in einem kühlen Vorratsraum trocken lagern. Verschließen Sie die Packungen nach dem Öffnen jedes Mal wieder gut, bei Getreide z.B. mit dem Klebestreifen auf dem Beutel, bei den Nüssen und Trockenfrüchten mit einem Klipp. Zucker und Mehle lassen sich am besten in dicht schließenden Gefäßen wie Gläsern oder Edelstahldosen aufbewahren.

 

3. Ich will mich in Zukunft gesünder ernähren. Kann ich meine Ernährung sofort auf Vollkorn & Co. umstellen?

Bei der Umstellung auf eine vollwertige Ernährung sollten Sie schrittweise vorgehen, da der Darm sich erst langsam auf die wachsende Menge an Ballaststoffen einstellen muss. Bei einer zu schnellen Umstellung reagiert er mit Blähungen und anderen Verdauungsproblemen. Gehen Sie z.B. so vor: Anstatt eines weißen Mehls nehmen Sie zum Backen zunächst eine Mischung von 50% Vollkornmehl und 50% weißem Mehl. Wechseln Sie bei Brot, Gebäck und Nudeln am Anfang zwischen Weißmehl- und Vollkornprodukten ab. Bei den Trockenfrüchten zunächst nur 1 EL pro Zwischenmahlzeit verzehren. Bei Hülsenfruchtgerichten am Anfang Linsen bevorzugen, kräftig würzen. Den Anteil an Gemüse und Obst in der Ernährung langsam steigern. Bei Rohkost zunächst Blattsalate bevorzugen und dann nach und nach größere Mengen anderer Gemüsesorten hinzufügen. Achten Sie darauf, ausreichend zu trinken, mindestens 1 1/2 Liter Wasser, verdünnte Frucht- und Gemüsesäfte oder Kräuter- und Früchtetees am Tag.

4. Kann man gute Laune tatsächlich essen?

So funktioniert's: Bestimmte Lebensmittel enthalten das Glückshormon Serotonin. Es wirkt aufmunternd und unterstützt positives Denken. In Bananen, Ananas, Papaya und Avocado steckt es als biogenes Amin schon direkt in der Frucht. Aber auch die bodenständige Tomate hat es in sich. Am besten gut ausgereiftes Obst und Gemüse bevorzugen. Serotonin ist nur in wenigen Lebensmitteln direkt enthalten. Meist wird es erst im Gehirn aus Tryptophan gebildet. Den lebenswichtigen Eiweißbaustein bildet der Körper nicht selbst. Neben Fleisch und Fisch steckt davon aber reichlich in Milch, Quark und Käse. Wer Trübsal lieber "vegetarisch" vertreibt, findet in Cashewkernen, Paranüssen, Amaranth, Dinkel, Weizenkeimen und Sojabohnen pflanzliche Glücklichmacher. Damit Tryptophan auch in ausreichender Menge ins Gehirn kommt, braucht es genügend Kohlenhydrate. Vollkornbrot, Nudeln, Reis, Mais oder Hirse lassen sich gut mit den "Tryptophan-Bömbchen" kombinieren.
 

5. Warum sollen Hirse, Quinoa und Buchweizen vor dem Kochen mit heißem Wasser abgespült werden?

Beim Entspelzen von Hirse und Buchweizen lässt es sich nicht komplett vermeiden, dass der Keimling des Getreides leicht beschädigt wird und sich Keimöl wie ein dünner Mantel um das Getreidekorn legt. Dieses hochwertige Öl ist sehr empfindlich gegenüber Sauerstoff und oxidiert leicht, was dazu führt, dass es nach einiger Zeit etwas bitter schmecken kann. Durch das heiße Abspülen von Hirse und Buchweizen in einem Sieb entfernen Sie den dünnen Ölmantel von den Körnern und sie schmecken nach dem Kochen frisch und aromatisch.

Übrigens: Bei der Herstellung von Hirse- und Buchweizenflocken werden die für den Fettverderb verantwortlichen Enzyme (Lipasen) durch schonendes Dämpfen inaktiviert.
Quinoa sollte aus einem anderen Grund vor dem Kochen heiß abgespült werden: Das südamerikanische Getreide enthält von Natur aus leicht bitter schmeckende Saponine, die an sich beim Entspelzen entfernt werden. Um ggf. vorhandene Reste der Saponine zu entfernen, spülen Sie auch diese Körner am besten unter fließend warmen Wasser in einem Sieb ab.

 

6. Warum sind Lihn Trockenfrüchte ungeschwefelt?

Zahlreiche Trockenfrüchte, z.B. Aprikosen, werden gleich nach der Ernte geschwefelt, damit sie ihre helle Farbe behalten und weniger empfindlich gegen mikrobiellen Verderb sind. Neben seinem oft als unangenehm empfundenen Beigeschmack, reduziert Schwefel den Vitamin B1-Gehalt der Lebensmittel und führt bei entsprechend veranlagten Menschen zu Kopfschmerzen, Asthma, Übelkeit und Reizungen des Magen-Darm-Traktes. Daher ist eine Schwefelung nach den hohen neuform-Qualitätsrichtlinien keinesfalls aktzeptierbar. Durch qualitativ erstklassige Rohware ist z.B. bei Lihn Aprikosen eine Schwefelung, zum Schutz vor mikrobiellen Verderb, nicht erforderlich. Die orange-rötliche bis bräunliche Färbung der Aprikosen ist das sichere Erkennungsmerkmal für ungeschwefelte Qualität. Die fruchtige Süße und Reinheit des Geschmacks sind bei den ungeschwefelten Aprikosen einzigartig.

 

7. Muss bei Produkten, auf denen "Bio" draufsteht, auch "Bio" drin sein?

Ja! Das ist durch die EG-Öko-Verordnung klar geregelt. Für alle pflanzlichen und tierischen Lebensmittel, die in Deutschland als "Bio"- oder "Öko"-Produkte in Verkehr gebracht werden, gilt, dass sie tatsächlich aus ökologischem Anbau stammen und von unabhängigen Kontrollstellen entsprechend zertifiziert sein müssen. Die Kontrollstelle verfolgt den Weg des Produktes vom Acker bis in die Tüte und stellt unter anderem durch Vor-Ort-Termine sicher, dass der Warenfluss eindeutig nachvollziehbar ist.
Bio-Produkte erkennt man unter anderem daran, dass neben einem Hinweis wie "aus ökologischem Anbau" auch eine Öko-Kontrollstellen-Nummer angegeben ist, z.B. "DE-003-Öko-Kontrollstelle". In Ausnahmefällen kann auch die Betriebsnummer des Verarbeitungsbetriebes aufgedruckt werden, bei Produkten aus dem Ausland ist die Kontrollstellenbezeichnung z.T kürzer gefaßt. So ist für staaliche Stellen und auch die Verbraucher jederzeit offensichtlich, welche Kontrollstelle das entsprechende Produkt kontrolliert hat. Auch das Bio-Blatt, dass alle Bio-Produkte aus dem Reformhaus® tragen, sowie das sechseckige Bio-Siegel kennzeichnen Bio-Produkte eindeutig. Mehr zum Thema finden Sie in der Rubrik [Bio und mehr...] .

 

8. Das Reformhaus® in meiner Nähe führt einige ReformKontor-Artikel nicht. Wie kann ich sie bekommen?

Alle Reformhäuser können über ihre Großhändler grundsätzlich sämtliche Produkte unseres Sortimentes für Sie bestellen. Abhängig vom Lieferrhythmus beträgt die Lieferzeit im Allgemeinen nur wenige Tage, im Maximalfall höchstens zwei Wochen. Sollten wider Erwartens dennoch Probleme mit Ihrer Bestellung auftreten, wenden Sie sich bitte direkt an uns, wir werden uns umgehend um eine Klärung bemühen. Alternativ können Sie auch im Reformhaus® Online-Shop bestellen.

 

9. Welche Sorten Ölsaaten, Hülsenfrüchten und Getreide eignen sich besonders gut zum Keimen?

  • Gut geeignet: Sonnenblumenkerne, Dinkel, ungeschälte Hülsenfrüchte wie Kichererbsen, weiße Bohnen, Kidneybohnen, gelbe Erbsen, grüne Erbsen, Provencal-Linsen, Tellerlinsen, Berglinsen, Beluga-Linsen.
  • Grundsätzlich geeignet: Leinsaat (verschleimt beim Keimen), ungeschälte Sesamsaat (bildet nur kurze Keime), Kürbiskerne (nur 2 Tage keimen lassen), Azukibohnen, Buchweizen, Quinoa (nur 2 Tage keimen lassen), Weizen, Roggen.
  • Nicht geeignet: Amaranth, Hafer, Hirse, Reis

 

10. Wie werden die Trockenfrüchte von ReformKontor getrocknet?

Je nach Fruchtsorte und auch Herkunft haben sich verschiedene Trocknungsverfahren bewährt, um die produktspezifischen Eigenschaften der Früchte optimal zu erhalten. Für Trockenfrüchte unserer Reformhaus®-Marke Lihn kommen folgende Methoden zur Anwendung:

  • Sonnentrocknung: Die Früchte werden hierbei auf dem Boden oder auf Lattenrosten ausgebreitet und der Sonnenwärme ausgesetzt. Die Temperaturen für die Trocknung betragen 30 bis 50 Grad. Sonnengetrocknet werden insbesondere:
    - Aprikosen:
    Sie werden auf Trocknungsplätzen in der Nähe der Felder ausgebreitet und nach einigen Tagen der Trocknung entsteint, anschließend weitergetrocknet.
    - Feigen: Die Trocknung erfolgt auf speziellen Trocknungsplätzen (z.B. auf Matten oder Holzgestellen) in der Nähe der Felder für ca. 8 bis 10 Tage.
    - Californische Weinbeeren: Die Trauben werden 3 bis 4 Wochen auf Papierbahnen zwischen den Weinstöcken der warmen Sonne ausgesetzt. Stetiges Wenden sorgt für eine gleichmäßige Trocknung. Diese langsame Trocknung sorgt für die charakteristische, dunkle Farbe und das herb-süße Aroma; die ursprüngliche Frucht ist gelb (Sorte Thompson Seedless => kernlos).
    - Türkische Sultanas: Sultanas, auch Sultaninen genannt und ebenfalls kernlos, werden vor dem Trocknen in mit Pottasche und Öl versetztes Wasser getaucht (gedippt). Die Haut der Trauben bricht dadurch bei der Trocknung auf (Cracken). Das Wasser verdunstet schneller aus der Frucht, daher dauert die Trocknung auf Planen oder Gestellen maximal 2 Wochen. Durch die kürzere Trocknungszeit behalten die Sultanas ihre gold- bis bernsteinfarbenes Aussehen. Pottasche und Öl werden nach der Trocknung natürlich im Packbetrieb wieder vollständig abgewaschen.
    - Datteln: Datteln trocknen am Baum bis sie die richtige Reife erreicht haben. Sie werden also "baumreif" gepflückt, anschließend gewaschen und schonend auf großen Planen nachgetrocknet.
  • Schattentrocknung: Die Schattentrocknung ist eine traditionelle Methode speziell zum Trocknen von Korinthen. Diese kernlose, dunkelrote Traubensorte wird rund um die Stadt Korinth in Griechenland angebaut. Die Trocknung im Schatten gewährleistet, dass die sehr kleinen Beeren langsam und gleichmäßig trocknen und dadurch noch ein wenig saftig bleiben.
  • Warmlufttrocknung: Die Früchte werden vorbereitet (gereinigt, entsteint, zerteilt) und mit warmer, trockener Luft in speziellen Kammern bei 50 bis 60 Grad getrocknet. Diese Trocknung wird traditionell in Anbaugebieten durchgeführt, in denen das Klima im Herbst nicht mehr sonnig und trocken genug ist, um die Früchte in der Sonne zu trocknen. Pflaumen, Süß- und Sauerkirschen, Birnen und Apfelringe sind typische Früchte der gemäßigten Klimazone, auf die dies zutrifft.
    Auch in tropischen Anbaugebieten, die dauerhaft eine zu hohe Luftfeuchtigkeit aufweisen, wird die Warmlufttrocknung eingesetzt. Papayastücke, Bananen, Ananasstücke, Ananasringe, Mangostücke und Mangostreifen sind typische Produkte aus solchen tropischen Klimaten.